ZDS NEWS

Neue Düngeverordnung ist in Kraft. Was jetzt nach der Ernte zu beachten ist

Am 02. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten. Auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden die Regelungen dargestellt, die ab sofort zu berücksichtigen sind.
Nach den Vorgaben der Düngeverordnung gilt auf Ackerland ein Düngungsverbot für N-haltige Dünger ab der Ernte der letzten Hauptfrucht bis zum 31. Januar. Abweichend von diesem Grundsatz dürfen auf Ackerland Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff bis in Höhe des Stickstoffdüngebedarfs bis zum 01. Oktober zu Zwischenfrüchten, Winterraps, Feldfutter und Wintergerste nach einer Getreidevorfrucht ausgebracht werden, wobei eine Aussaat der Zwischenfrüchte, des Winterrapses und des Feldfutters bis zum 15. September und die Gerstenaussaat bis zum 01. Oktober vollzogen sein muss.
News vom: 26.06.2017

Deutsche Holstein-Schau 2017: Lady Gaga wiederholt Ihren Sieg

Zu den Klängen des neuen Hits von Lady Gaga (She was born this way) nahm sie die Gratulationen zum Sieg gewohnt souverän entgegen. Lady Gaga, die Modest-Tochter von Henrik Wille und Friedrich Köster aus Essen ist der neue Grand Champion der diesjährigen DHV-Schau in Oldenburg. Unter dem Applaus von 4.500Zuschauern sicherte sie sich nach 2015 erneut den Titel der schönsten Holsteinkuh Deutschlands.
News vom: 26.06.2017

Merkel nimmt Bauern vor Pauschalkritik in Schutz

Die Kanzlerin würdigt in einem Podcast direkt aus dem Bundeskanzleramt die Bedeutung und Qualität der deutschen Landwirtschaft. Landwirte leisteten eine sehr wichtige Arbeit für die Gesellschaft, so Merkel. Sie sei dagegen, irgendwelche Pauschalurteile über Landwirte zu fällen.

Anm. d. Red.: Auf diese klare politische Positionionierung haben die Landwirte lange gewartet. Die Landwirtschaft ist nach wie vor die Basis für eine erfolgreiche Volkswirtschaft. In Deutschland ist das Agribusiness sogar die drittwichtigste Branche , von der nicht nur das Handwerk, sondern auch viele vor- und nachgelagerte Branchen unmittelbar profitieren. Es bleibt daher zu hoffen, dass diese politischen Sympathiebekundungen und klaren Positionierungenöfter zu lesen sein werden. Für die bäuerlichen Familienbetriebe können sie ein Motivationsschub sein, wenn auch die politischen Rahmenbedingungen zu Rechts- und Planungssicherheit beitragen würden.
News vom: 26.06.2017

Frankreich: Tierschützer nach Einbruch erstmals angeklagt

age / top agrar - In Frankreich wurden erstmals Mitglieder der Tierschützer-Vereinigung L 214 wegen eines Einbruches in einen Schlachthof angeklagt. Das Verfahren wegen Hausfriedensbruchs und Verletzung der Privatsphäre begann vergangene Woche in Versailles.

In Bayern hat ein Bauernobmann ebenfalls eine Tierrechtsorganisation angezeigt . Nicht um vermeintliche Tierschutzverstöße, sondern um die späte Information der Behörden richterlich klären zu lassen. Dahinter steht der Vorwurf, dass Tieren nur geholfen werden kann, wenn Behörden unmittelbar informiert werden und sofort reagieren können.
News vom: 26.06.2017

Essen ist hochpolitisch und kann Wahlen entscheiden

"Der"deutsche Verbraucher hasst staatliche Bevormundung, glaubt man repräsentativen Umfragen. Die Diskussionen um den sog."Veggie-Tag"zur letzten Bundestagswahl sollen Bündnis90/Die Grünen einige Prozentpunkte bei den Wahlergebnissen gekostet haben. Politiker haben daraus nicht gelernt. Immer noch mischen sich Staat und Parteien in private Angelegenheiten bis auf unseren Teller ein. Alles aus gut gemeinten Gründen, aber ohne seriösen wissenschaftlichen Unterbau . Von fehlenden sozio-ökonomischen Folgenabschätzungen ganz zu schweigen. Schlimmer noch: wer sich in seiner Lebensweise gegängelt und von progressiven Eliten verachtet fühlt, wendet sich von etablierten Parteien ab. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest Patrick Feuz in einem Kommentar.
News vom: 23.06.2017

NGO's: mehr Transparenz bitte

"Eine funktionierende Demokratie kann und muss aushalten, dass NGOs sich einmischen und widersprechen."Diese Meinung vertritt der Volkswirt und Journalist Claus Hulverscheidt in einem Kommentar, der am 28. Juni 2017 in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist. Damit steht er vermutlich nicht alleine. Gleichzeitig fordert er aber ein Pflichtregister für alle (Lobby-)Organisationen, mit dem sich der Verbraucher z.B. über Einnahmen und Ausgaben informieren kann. Transparenz, die NGO's gerne von Unternehmen einfordern, aber selber nicht halten.
Hinter der Forderung nach einem Register verberge sich auch der Wunsch, dass NGO's nicht unter den Einfluss von Geldgebern aus Wirtschaft oder Politik geraten und versteckt deren Interessen verfolgen. Werübrigens glaubt, dass diese Verquickung von NGOs und Wirtschaft nur in der technischen Industrie vorkomme, der irrt. Auch Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor nutzen gerne die"Beratung"von NGO-Experten. Warum auch nicht, wenn selbst Ministerien auf derartige Expertisen nicht verzichten können.

Anm. d. Red.: Wer die Szene kennt, weiß längst, dass die NGO's selbst kein Interesse an diesem Transparenzregister haben dürften. Zu eng sind die Verflechtungen mit der Industrie. Besonders deutlich wird das im Lebensmittelbereich, wo sich die Unternehmen die Expertise dieser NGO"einkaufen". Das kann durchaus lukrativ für beiden Seiten sein: die einen bekommen ein Beraterhonorar, die anderen beugen Kritik vor und dürfen im Gegenzug sogar das Label der NGO nutzen. Eine"Win-Win"- Situation. Kritiker würden sagen: das sind die Anfänge der Korruption.
News vom: 23.06.2017

Datenüber Daten – ICAR Konferenz in Schottland

Anlässlich der diesjährigen Konferenz des International Committee for Animal Recording (ICAR) in Edinburgh, Schottland, standen die Erfassung neuer Daten, der Umgang mit Daten und das Zusammenführen von Daten im Mittelpunkt der vorgestellten Vorträge. Es zeigte sich, dass in der Milchrinder-, Fleischrinder- und Schafhaltung viele Daten von unterschiedlichen Akteuren gesammelt und ausgewertet werden. Allen Akteuren, ob den Milchleistungsprüforganisationen, den Zuchtverbänden, den Besamungsstationen, den Melktechnik- und Equipment-Herstellern sowie Softwareentwicklern, scheint es ein Anliegenzu sein, die gesammelten Daten zusammenzuführen, um einen Mehrwert für die Landwirte generieren zu können. Mike Coffey, Schottland, stellte erneut heraus, dass es in der Ära der genomischen Selektion unerlässlich ist, Merkmale zu erfassen und nutzen zu können. Der bisherige ICAR-Vorsitzende Hans Wilmink, Niederlande, hat sein Amt niedergelegt, da er im Jahr 2018  in den Ruhestand geht. Er übergab den Vorsitz an Jay Mattison, USA, sowie die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Niels Henning Nielsen, Dänemark, und Daniel Lefebvre, Kanada. Dem ehemaligen Vorsitzenden Uffe Lauritzen, Dänemark,  wurde der Presidents Award, als Anerkennung für seine umfassende Arbeit für ICAR,  verliehen. Die nächste ICAR-Konferenz findet im Februar 2018in Neuseeland statt.
News vom: 23.06.2017

Thünen-Institut sucht wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in

Im Institut für Ökologischen Landbau des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für zwei Jahre die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters für die wissenschaftlichen Konzipierung eines innovativen Experimentalstalles für Monogastrier zu besetzen. 
Bewerbungsfrist: 11.08.2017
News vom: 23.06.2017

Rohmilch schützt vor Allergien

Es ist hinlänglich bekannt, dass Bauernhofkinder seltener an Allergien leiden , als Stadtkinder. Dazu gibt es zahlreiche Studien, auch aus Deutschland. Anhand von Tierversuchen konnte jetzt erstmals wissenschaftlich belegt werden, dass Mäuse, die von kleinauf Rohmilch, statt pasteurisierte Milch erhielten, weniger anfällig auf Allergene reagierten. Weil der Genuss unbehandelter Rohmilch für Kleinkinder nicht empfohlen wird, suchen die Forscher jetzt nach den Inhaltsstoffen der Milch, die das Immunsystem stimulieren könnten.
News vom: 22.06.2017

Tönnies Rheda: Neue Ebermaske

Ab dem 10.07.17 werden bei Tönnies Rheda die Masteber nach einer neuen Ebermaske abgerechnet. Bei den schweren Schinken und sehr guten Bäuchen gibt es Abstriche, außerdem wird die Obergrenze bei den Indexpunkten von 1,05 auf 1,03 IP/kg SG gesenkt. Bei den übergewichten gibt es nur noch eine Grenze, ab 103 kg SG wird je Kilo übergewicht 1 IP abgezogen. Berechnungen des WLV anhand von rund 70.000 Ebern hat ergeben, dass diese Änderungen bei einem Basispreis von 1,81 € im Mittel etwa 3,20 € je Tier kosten könnten. Damit schmilzt die Vorzüglich der Jungebermast gegenüber der Kastratenmast.
Das Schlachtunternehmen setzt damit ein eindeutiges Marktsignal, nicht nur in Richtung Landwirte, die Jungeber mit sehr trockenen Bäuchen zuletzt immer schwerer angeliefert haben, sondern auch in Richtung Politik. Vor dem Hintergrund des Berichtes der Bundesregierung wird nunmehr deutlich, dass die Marktprognosen der Wirtschaft, die als" Situationsanalyse "vorgelegt wurde, früher eintreten, als vermutet: der Jungeberfleischmarkt scheint gesättigt. Wer sich zu den verbleibenden anderen Methoden umhört, sieht sich auch hier bestätigt: es fehlt an Alternativen für den 31.12.2018. Tierschutz ohne praktikable undökonomische Lösungen ist witzlos , fördert den Strukturwandel und beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit.
News vom: 22.06.2017

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