ZDS NEWS

Globales Klima und regionale Anpassungsstrategien passen nicht zusammen

Mit dem Begriff"Klima"beschreiben wir den mittleren Zustand der Atmosphäre über mehrere Jahrzehnte . Allein anhand der Berichterstattung in den Medien erkennt man, dass viele Journalisten"Wetterphänomene"mit"Klima" verwechseln.
Menschen beeinflussen"Klima", ohne Frage. Die Kausalzusammenhänge sind aber längst nicht so einfach, wie sie häufig dargestellt werden. Insbesondere wenn man sich den Anteil Deutschlands an den Treibhausgasemissionen weltweit anschaut und dann versucht, Verhaltensänderungen in Deutschland auf das Klima vorherzusagen. Wissenschaftlich ein"Ritt auf der Rasierklinge", aber Zeitgeist . Und tatsächlich gibt es einige gute Ansätze, wie z.B. das Engagement gegen Lebensmittelverschwendung . Nicht, weil es positive Auswirkungen auf das Klima hätte, sondern einfach, weil es sich um Ressourcenverschwendung handelt. Eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten in Deutschland dagegen hat keine messbaren Auswirkungen, auch wenn dies inöffentlichen Diskussionen gerne anders dargestellt wird. Bei den Diskussionen wird nämlich gerne vergessen
Die Verantwortlichen in Deutschland sollten endlich Farbe bekennen: beteiligt sich Deutschland an der Ernährungssicherung einer steigenden Weltbevölkerung oder zieht es eine Extensivierung auf Kosten der Weltgemeinschaft vor?
News vom: 24.06.2016

Neue Internetseite informiertüber Flächenverbrauch in NRW

MKULNV - Ein landesweites Flächenportal für NRW im Internet ist an den Start gegangen. Damit will das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf über den Flächenverbrauch in NRW informieren, das Problembewusstsein für den Flächenverbrauch schärfen und den Austausch zwischen den Verantwortlichen in den Kommunen stärken,heißt es in einer Pressemeldung, Neben Daten und Fakten zum Flächenverbrauch können die Zusammenhänge von Flächenverbrauch und verschiedenen Themen wie Bodennutzung, Klimawandel, Biodiversität oder demographischer Wandel abgerufen werden. Zahlreiche Projektbeispiele werden thematisch gebündelt. Die Fläche, die jeden Tag in NRW neu bebaut wird lag in 2015 bei 9,3 ha. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Verbrauch bis 2020 auf 5 Hektar zu reduzieren", sagte Remmel weiter. Der Link zum neuen Angebot: www.flaechenportal.nrw.de

Anm. d. Red.: Wir finden den Ansatz gut und wichtig. Allein in Deutschland beträgt der Flächenverbrauch immer noch mehr als 60 Hektar, also rd. 600.000 Quadratmeter. Vor diesem Hintergrund muss die angestrebte landwirtschaftliche Extensivierung dringend überdacht werden. Bereits heute importieren wir zu viel Nahrungsmittel und entziehen damit Drittländern Ackerfläche.
News vom: 24.06.2016

Thüringer Filtererlass: Umweltministerium erlässt vorzeitig eigene Landesregelung, obwohl die Bundesregierung dies in elf Monaten bundesweit einheitlich regeln will

IGS-Thüringen - Trotz zahlreicher fundierter Hinweise aus Fachkreisen hat das Thüringer Umweltministerium am 21. Juni 2016 den sogenannten Filtererlass für Thüringen in einer Kabinettsitzung durchgesetzt. Betroffen von dieser Regelung sind mittelgroße und große Schweineanlagen und Neuanlagen. Die Bestandsanlagen sollen in den nächsten 24 Monaten von ihren zuständigen immissionsschutzrechtlichen überwachungsbehörden überprüft werden. Unter bestimmten Voraussetzungen, d.h. je nach Belastungsgrad für Anwohner und Umwelt soll der nachträgliche Einbau einer Abluftreinigungsanlage angeordnetwerden können. Sollen in bestehenden großen Schweinehaltungen zudem wesentliche Änderung vorgenommen werden, muss die Bestandsanlage mit einer Abluftreinigungsanlage nachgerüstet werden, wenn diese über eine zentrale Abluftführung verfügen oder diese mit verhältnismäßigen Mitteln hergestellt werden kann. Daraus resultieren aufwändige und kostenintensive Verfahren, die die Nachrüstung bestehender Anlagen zusätzlich zu den baulichen und ausrüstungstechnischen Veränderungen deutlich teurer als bei einem Neubau werden lassen und die wirtschaftliche Verhältnismäßigkeit in Frage stellen.

Anm. d. Red.: Nach Berechnungen aus Sachsen, führen derzeitige Abluftfilteranlagen sogar zu mehr Treibhausgasemissionen , als mit ihnen unmittelbar eingespart werden können.
News vom: 23.06.2016

Faire Tierhaltung,"Massentierhaltung"abschaffen

Am 18.06. fand in Hannover eine Veranstaltung zum Thema" 100 Prozent faire Tierhaltung - Wege zu einer Landwirtschaft mit Zukunft "statt. Eingeladen hatten Bündnis90/Die Grünen u.a. Mitglieder des BMEL-"Kompetenzkreises Tierwohl", Vertreter von diversen Organisationen, Parteien und Landwirte.
Die Reaktionen in den (Sozialen) Medien , von NGOs und diversen Organisationen ließen nicht lange auf sich warten und sie waren selten positiv. Schuld dafür dürfte v.a. am Autorenpapier und an der pauschalen Kritik der Partei der letzten Jahre an der konventionellen Landwirtschaft liegen. Auch die Unterstützung von Bürgerinitiativen gegen die Modernisierung veralteter Stallanlagen oder die Kampagne gegen Glyphosat wirken nicht vertrauensbildend. Das Autorenpapier bedient Klischees und zitiert leider teilweise nur genehme Textpassagen aus dem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates im BMEL. Mahnende Hinweise des Gutachtergremiums, z.B. zur Kritik der Verwendung des Begriffes"Massentierhaltung", zur Haltungskennzeichnung oder zu negativen Auswirkungen neuer Haltungsverfahren für den Tier-, Ressourcen- und Umweltschutz bleiben unerwähnt. Auch die Kostenprognose für die angedachte"Agrarwende"dürfte lt. WBA-Gutachten deutlich zu gering geschätzt sein, ebenso wie die Idee einer Umschichtung von Geldern aus der ersten Säule, die in der EU derzeit keine Mehrheit findet.

Positiv dagegen ist, dass das Engagement der Landwirte bei der Initiative Tierwohl anerkannt wird und man sich hier eine Verstetigung und Aufstockung wünscht. Warum sich hier nicht auch der Staat engagieren soll, geht aus dem Papier nicht hervor. Auch die Notwendigkeit eines vermehrten Forschungsbedarfs und die Begleitung der Landwirte durch eine intensive Beratung sind gute Ansätze. Richtig ist auch, dass nur die Politik durch politische Rahmenbedingungen einen Weg einleiten kann, der gesellschaftlich erwünscht ist, wenn dies der Markt selber nicht leistet. Tatsächlich herrscht zwischen Moral und Einkaufsverhalten in Deutschland nach wie vor eine große Kluft. Wenn der Staat aber interveniert, darf dies nicht zu Lasten der Landwirte sowie des vor- und nachgelagerten Bereiches geschehen. Es gibt zahlreiche Beispiele der Vergangenheit, wo nationale Alleingänge genau diese Folgen hatten, wenn die Kosten nicht sozialisiert wurden. Also der Steuerzahler für eine gute Idee aufkommen musste (Energiewende). Derzeit deuten sich erneut negative Folgen durch neue Tierschutzvorgaben an, u.a. weil der Gesetzgeber es versäumt hat, Folgenabschätzungen vorzulegen.

 

News vom: 23.06.2016

Wie klimaschädlich ist der Regenwald?

In Deutschland nimmt die Klimadiskussion eine Dimension an, die in so kostenintensiven Maßnahmen münden, dass sich viele Menschen mittlerweile fragen, ob sich ein Land wie Deutschland mit 86 Mio. Einwohnern überhaupt eine Vermeidungsstrategie leisten sollte bzw. darf. Derzeit kostet die Energiewende rd. 28 Mrd. Euro, die auf die Steuerzahler umgelegt werden. Bis zum Jahr 2030 sollen400 Mrd. Euro ausgegeben werden. Andere EU-Länder machen dagegen einen Rückzieher bei ihren Klimainvestitionen. zu teuer, begründet Dänemark seinen Rückzieher . In Schweden sollen neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen. Und betrachtet man den Anteil Deutschlands an den Treibhausgasemissionen , muss man sich tatsächlich fragen, ob diese gewaltigen Summen nachhaltig investiert sind. Deutsche Minderungsstrategien wirken sich Null Komma Null auf das Weltklima aus. Das bestätigt der Journalist Florian Asche, der für den"Focus"vorgerechnet hat:"International betrachtet sei die deutscheJahrtausendleistung völlig ohne Belang. Die so eingesparte Menge an CO2 entspräche nämlich der"Ausstoßsteigerung in China innerhalb von drei Monaten". Wer das nicht glaubt, kann selber nachrechnen oder die Zahlen diskutieren .
Unabhängig davon sei in diesem Zusammenhang auf Untersuchungen verwiesen, die schon etwas älter sind und Pflanzen, u.a. den Regenwald, als wichtige Methan-Emissionsquelle ausgemacht haben wollen.
News vom: 23.06.2016

“Neue Märkte erschließen - Markteintritt Iran“

Die DLG-Akademie bietet ein Tagesseminar zum Thema"Neue Märkte erschließen - Markteintritt Iran"am 14. Juli 2016 in Frankfurt am Main. Es wirdüber die Möglichkeiten des iranischen Marktes informiert, welche ökonomischen und politischen Kenngrößen von Relevanz sind und welche Hinweise bei der Abwicklung von Geschäftsbeziehungen zu beachten sind. Darüber hinaus wird die Struktur der dortigen Land- und Ernährungswirtschaft dargestellt und auf aktuelle Entwicklungen eingegangen.
News vom: 22.06.2016

ErlebnisBauernhof am 29. Juni 2016 in Hannover

Das Forum Moderne Landwirtschaft und das Landvolk Niedersachsen– Landesbauernverband präsentieren am 29. Juni 2016 ab 10 Uhr den ErlebnisBauernhof auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof Hannover. Anlass ist der Deutsche Bauerntag, der zeitgleich in Hannover stattfindet und an dem mehr als 600 Delegierte der Bauernverbände sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Organisationen aus ganz Deutschland teilnehmen. Ziel des ErlebnisBauernhofes ist es, den direkten Dialog zwischen Landwirten und Verbraucherinnen und Verbrauchern in der Hannoverschen Innenstadt zu ermöglichen.
News vom: 22.06.2016

German Genetic ehrt Horst Müller, Gründer der Schlacht- und Zerlegebetriebe der Müller-Gruppe, mit der Johann Zink-Medaille

GG - Im Rahmen der am 21. Juni 2016 in Denkendorf stattgefundenen Mitgliederversammlung von German Genetic / Schweinezuchtverband Baden-Württemberg e.V. (SZV) erhielt Herr Horst Müller die Johann Zink-Medaille. Gewürdigt wurden dabei seine Verdienste um den Aufbau der Müller-Gruppe und um die Sicherung der regionalen Produktion von Schweinefleisch in Süddeutschland von der Urproduktion in der Landwirtschaft bis hin zur Schlachtung, Zerlegung und Vermarktung.
News vom: 22.06.2016

Für Fans fleischlicher Freuden: Kostenlose Zeitschriften mit nützlichen Tipps

i.m.a. - Spätestens heute, mit dem Start in den kalendarischen Sommer und einer weiteren Begegnung der deutschen Kicker bei der Fußball-Europamannschaft in Frankreich, dürfte auch die Grill-Saison landesweit eröffnet sein. Achtzig Prozent der Deutschen sagen, dass sie gerne grillen. Etwa 13 Mal in der Saison heizen Grillfans an. Was dabei häufig in Vergessenheit gerät: Ohne die Landwirtschaft würden nicht nur die Fußballfans auf ihr Bier zum Grillfleisch, auf das Brötchen zur Wurst und sogar auf den grünen Stadionrasen verzichten müssen. Denn es sind die Landwirte, die Getreide, Hopfen und Rollrasen anbauen sowie Fleisch produzieren.

Für Verbraucher, die sich über das aktuelle Thema Fleisch in allen seinen Facetten informieren wollen, stellt der i.m.a e.V. kostenlose Zeitschriften zur Verfügung. Das Magazin"Meat"(Fleisch) informiert auchüber Themen der Tierhaltung, über Produkt-Qualität und Fleischverarbeitung. Der"Grill Kompass"der QS-Initiative zur Qualitätssicherung gibt Tipps für den Einkauf und das perfekte Grill-Erlebnis und wartet mit einer Fülle leckerer Grill-Rezepte auf.
Informationen zum Bezug der Zeitschriften gibt es hier: grillsaison@ima-agrar.de.

News vom: 21.06.2016

Das Geheimnis der„Dancing Piglets“

Ferkel nach der Geburt zittern so stark, dass es ihnen unmöglich ist, aufzustehen oder Muttermilch aufzunehmen. Je nach Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung sind die überlebenschancen der Ferkel sehr unterschiedlich. Wissenschaftler der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) konnten jetzt einen Zusammenhang zwischen einem erst kürzlichentdeckten Virus und den Zitterferkeln herstellen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Scientific Reports.

Presence of atypical porcine pestivirus (APPV) genomes in newborn piglets correlates with congenital tremor Alexander Postel, Florian Hansmann, Christine Baechlein, Nicole Fischer, Malik Alawi, Adam Grundhoff, Sarah Derking, Jörg Tenhündfeld, Vanessa Maria Pfankuche, Vanessa Herder, Wolfgang Baumgärtner, Michael Wendt, Paul Becher
Scientific Reports, DOI: 10.1038/srep27735

News vom: 21.06.2016

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