ZDS NEWS

Nachfrageboom schadet Siegeln?

"Die Deutschen lieben die Produkte mit Sozialsiegel", glauben die Zeit-Autorinnen Olga Gala und Marlies Uken herausgefunden zu haben und gehen dabei der Frage nach, warum es zum"Richtungsstreit"mit Europas größtem Händler von Fairtrade-Produkten gekommen sein soll.
"Es gibt immer mehr Anbieter auf dem Markt und wir als Pionier müssen uns abgrenzen", wird die GEPA-Sprecherin Brigitte Frommeyer zitiert.

Der Artikel erschien am 23. Mai 2014 in der Online-Ausgabe der"Die Zeit"(" Wie elitär ist fairer Handel? "), also fast einem Monat vor der Diskussion um die Studie zu"Fairtrade" . Die von den Journalistinnen aufgezeigte Entwicklung ist trotzdem interessant, weil sich Parallelen zur Entwicklung anderer"Siegel"erkennen lassen. Z.B."Bio"-Produkten. Was einst als"Luxusware"in Spezialläden einer gehobenen Käuferschicht vorbehalten war, kriegt man jetzt bei jedem Discounter als Produkte, die sich äußerlich kaum von konventioneller Ware unterscheiden, manchmal sogar billiger sind. Zu Lasten der heimischen Bioproduzenten , was mit fairem Handel nichts zu tun hat. (sk)
News vom: 22.07.2014

Protest gegen Nichtregierungsorganisationen

Das Internetportal" Consumer Freedom "möchte mit einer Anzeige deutlich machen, dass Fehlinformationen und Panikmache zur modernen Agrarwirtschaft, verantwortlich für den Hunger von 100.000enden Menschen sind.

Das Unternehmen ELANCO geht einen anderen Weg . Es zeigt die Fortschritte der letzten Jahrzehnte auf und wirbt für Ernährungsvielfalt. Dabei vertritt es die Ansicht, dass eine weitere Umstellung auf den Ökolandbau eine steigende Nachfrage nach Lebensmitteln nicht bedient werden kann.
News vom: 22.07.2014

Offener Brief zum Film"Deutschlands Ferkelfabriken"

In einem Offenen Brief fordert Bauernpräsident Rainer Tietböhl die Autoren der"Report Mainz"-Dokumentation"Deutschlands Ferkelfabriken"auf, sich ein eigenes Bild von der Tierhaltung zu machen, anstatt auf illegales Bildmaterial von Tierschutzorganisationen zurück zu greifen.
News vom: 22.07.2014

Strom aus Biomasse durch neues EEG unwirtschaftlich

idw - Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)* verfolgt das Deutsche Biomasseforschungszentrum seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 dessen Wirkung auf die Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse in einem zeitnahen Monitoringprozess. Der in Zusammenarbeit mit Fraunhofer IWES entstandene Zwischenbericht (Juni 2014) steht nun unter www.dbfz.de/eeg-monitoring als Download zur Verfügung.
Wichtigstes Ergebnis: Da die Vergütungen im neu novellierten EEG-2014 stark abgesenkt wurden, ist mit den etablierten Anlagenkonzepten ein wirtschaftlicher Betrieb in den meisten Fällen nicht mehr möglich.

Vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig die Verstromung von Braunkohle in Deutschland steigt und Deutschland die dreckigsten Braunkohlekraftewerke betreibt, ist diese Entwicklung geradezu grotesk.
News vom: 22.07.2014

Internationaler DLG-Preis 2015: Jetzt bewerben!

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) vergibt auch im Jahr 2015 mit dem Internationalen DLG-Preis wieder Stipendien zu Fortbildungszwecken an qualifizierte Nachwuchskräfte der Agrar- und Ernährungsbranche. Bewerbungen können bis zum 1. Oktober 2014 bei der DLG eingereicht werden. Die Verleihung des Internationalen DLG-Preises findet im Rahmen der DLG-Wintertagung 2015 in München statt.
News vom: 21.07.2014

Kläranlagen als ESBL-Schleudern enttarnt

Die Faktoren, die zu einer Verbreitung von resistenten ESBL-Keimen beitragen ist bislang noch unklar. Um ihre Verbreitung in der Umwelt zu bewerten, analysierten französische Forscher ein städtischesn Abwassernetz auf mögliche ESBL-Einträge. Die Forscher wurden fündig: sowohl über das"geklärte"Wasser als auchüber Klärschlämme gelangten große Mengen an antibiotikaresistenten ESBL-Colibakterien in die Umwelt.

Quelle: Wastewater treatment plants release large amounts of extended-spectrumβ-lactamase-producing Escherichia coli into the environment , Clin Infect Dis. 2014 Jun;58(12):1658-65. doi: 10.1093/cid/ciu190. Epub 2014 May 1.
News vom: 21.07.2014

Schleswig-Holstein kündigt Erhöhung der Ökoförderung an

Das Land Schleswig-Holstein will die Fördersätze für den Ökolandbau deutlich anheben. Das geht aus einer Pressemeldung des Ministerium vom 08.07.2014 hervor. Damit sollen u.a. niedrigere Ernteerträge ausgeglichen werden. Da die Förderung aus ELER-Mitteln erfolgen soll, muss die Zustimmung aus Brüssel eingeholt werden.

Anm. d. Red.: Die Förderung erscheint bei einem aktuellen Ökoflächenanteil von 4 Prozent und natürlicherweise niedrigeren Bioernten grotesk, wenn sich Bioprodukte nicht über die dann erforderlich höheren Marktpreise vermarkten lassen. Schlimmer noch. Förderung führt zu Marktverschiebung und Fixierung u.U. nicht wettbewerbsfähiger Strukturen. Das Ministerium beruft sich bei der Begründung auf Ergebnisse einer Masterarbeit der Uni Kiel. Unberücksichtigt bleiben allerdings andere Kieler Vergleichsuntersuchungen zur Nitratauswaschung und Kohlenstoffbindung. Dabei schneiden Ökobetriebe je Produkteinheit nicht so gut ab.
Völlig unberücksichtigt bleibt, dass der Wettbewerbsnachteil der Ökobetriebe teilweise von Bündnis90/Die Grünen verschuldet wurde, und zwar durch Verabschiedung eines Erneuerbaren Energien-Gesetzes, dass die Pachtpreise für Ackerland in die Höhe schnellen ließ. Marktexperten gehen aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Milchmarkt mit Auswirkungen für den Futteranbau davon aus, dass derartige Steuermittel keinen Landwirt zum Umstieg bewegen werden.
News vom: 21.07.2014

"Zeit"hinterfragt"Fleischlose Ernährung"

Die Journalistin Elisabeth Raether beschäftigt sich für das"Zeit-Magazin"mit den Argumenten gegen eine fleischhaltige Ernährung und kommt zu dem Ergebnis: alles Mythen.
Damit steht sie nicht allein.

Wie die Kommentare auf ihren Beitrag allerdings belegen, scheinen kritische Ausseinandersetzungen zu dem Thema nicht gewünscht: es lebe der kritiklose Zeitgeist!
News vom: 20.07.2014

QS-Antibiotikamonitoring konsequent umgesetzt

QS -über 33.700 Schweine und 2.700 Geflügel haltende Betriebe nehmen bereits in vollem Umfang am QS-Antibiotikamonitoring teil: Sie haben die Zahl ihrer gehaltenen Tiere angegeben und ihren Tierarzt gemeldet, so dass Antibiotikaverschreibungen in der Datenbank gesammelt und den Betrieben zugeordnet werden können. Seit 1. Juli 2014 sind die Betriebe, die ihre Stammdaten nicht gemeldet haben, für die Vermarktung ins QS-System gesperrt. 889 Schweinemäster und 43 Geflügelmäster dürfen ihre Tiere erst wieder als QS-Tiere vermarkten, wenn die fehlenden Angaben in der Datenbank hinterlegt sind.
News vom: 20.07.2014

Erfolge mit biologischem Herzschrittmacher

Wissenschaftler des Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles ist erstmals die Heilung von Herzrhythmusstörungen mit Hilfe der Gentherapie gelungen - bei Schweinen. Dafür injizierten die Forscher ein Virus mit dem  Gen TBX18 in ein bestimmtes Areal der rechten Herzkammer. Dort soll das Gen Herzmuskelzellen zu Sinusknotenzellen umprogrammiert haben.
Bislang helfen Menschen mit Problemen bei der Reizerzeugung oder dessen Weiterleitung nur elektrische Schrittmacher, von denen in Deutschland allein 2012 mehr als 76.000 dieser Geräte implantiert worden sein sollen.

Quelle: Sci Transl Med 16 July 2014: Vol. 6, Issue 245, p. 245ra94 , Biological pacemaker created by minimally invasive somatic reprogramming in pigs with complete heart block
News vom: 20.07.2014

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