ZDS NEWS

Wissenschaftler fordern mehrstufige Kennzeichnung von Lebensmitteln

So könnte es aussehen, das neue Tierwohllabel, mit dem Wissenschaftler eine bessere Information der Verbraucher anstreben. Das geht aus einer Pressemeldung hervor, die die Universität Göttingen soeben veröffentlicht hat. Grundlage sei eine repräsentative Umfrage bei rd. 1.500 Verbrauchern in ganz Deutschland, heißt es dort. Andere Wissenschaftler warnen ausdrücklich vor einer überbewertung von Verbraucherumfragen , insbesondere wenn es sich um"emotionale"Themen handelt.
Wahrhaftig ist einzig das Verbraucherverhalten. Verbraucher stimmen tagtäglich mit ihren Einkäufen an der Ladentheke darüber ab, was sie wirklich wollen. Auch dazu gibt es zahlreiche Studien . Ethologen sprechen in diesem Zusammenhang gerne vom" Moral-Paradoxon ".
News vom: 24.08.2016

Schwanzbeiß-Interventions-Programm (SchwIP)

Schwanzbeißen ist ein häufiges Problem in der Schweineproduktion, das unabhängig von der Landbauform Wohlbefinden und Produktivität der Tiere stark beeinträchtigt. Es wird durch das Zusammenspiel vieler Faktoren aus vielen Bereichen verursacht (multifaktorielles Problem). Aus diesem Grund gibt es keine"Standardlösung", sondern jeder Betrieb muss individuell Risiken reduzieren.
Hierfür hat das Institut für Tierschutz und Tierhaltung im Friedrich-Loeffler-Institut das"Schwanzbeiß-Interventions-Programm"(SchwIP) entwickelt. Das SchwIP besteht aus dem Beratungs-Konzept der Betriebs-Planung, in das eine Software mit Wissensdatenbank zur betriebsindividuellen Analyse und Rückmeldung von Risiken für Schwanzbeißen eingebettet ist.
Die Hilfestellungne gibt es mittlerweile für Schweinemast- und Ferkelaufzuchtbetriebe und werden derzeit als Software für eine Tabletversion programmiert. Weitere Informationen erhalten Sie hier .
News vom: 24.08.2016

Ferkel und Schweine auf dem Schweizer Bauernhof

lid.ch - Die Broschüre"Ferkel und Schweine auf dem Schweizer Bauernhof"informiert Konsumentenüber Haltung und Fütterung der rund 1,5 Mio. Schweine, die in der Schweiz leben. Sie stellt die wichtigsten Schweinerassen vor und zeigt auf, welche Stücke vom Schwein bei den Konsumenten besonders ankommen. Die reich bebilderte Broschüre enthält zudem zwei Porträts von Schweineproduzenten, die zeigen, wie sich die Branche in den letzten Jahren professionalisiert hat. Rezepte und Tipps zum Einkauf runden die 16-seitige Broschüre ab. Die Themenbroschüre"Ferkel und Schweine auf Schweizer Bauernhöfe"ist kostenlos, sie kann direkt heruntergeladen oder online bestellt werden.

Das Pendant in Deutschland finden Sie als
Oder Sie nutzen Einblicke vor Ort, wie Einsichten und "Hofführung" oder bequem vom Sofa . Einmal im Jahröffnen sogar viele Betriebe ihre Höfe für Hofbesichtigungen. Termin vormerken!
News vom: 24.08.2016

CH: Gruppenhaltung und Deckzentrum für Sauen

Die Richtlinie 2008/120/EG schreibt für jedes EU-Mitgliedsland vor, dass trächtige Sauen ab dem 1. Januar 2013 in Gruppen zu halten sind. Im Gegensatz zu Deutschland, haben viele EU-Länder erst mit Verzögerung umgerüstet und sich somit Wettbewerbsvorteile erschlichen . In Deutschland selber haben die Auflagen zu zahlreichen Betriebsaufgaben in der Ferkelerzeugung geführt.
Jetzt wird wiederüber die Haltung von Sauen diskutiert, dabei haben die Ferkelerzeuger in den letzten Jahren kein Geld verdient, um die Investitionen für Umstellung auf die Gruppenhaltung finanzieren zu können. Ein noch nicht rechtskräftiges Urteil aus Magdeburg zur Haltung von Sauen im Deckzentrum sorgt für Unruhe bei den Ferkelerzeugern. Im vorauseilenden Gehorsam und ohne Not wollen einige Länder vielfach"mit der Brechstange"jetzt an die Haltungssysteme für zu belegende Sauen ran. Wo bleibt da der Vertrauensschutz, nachdem erst 2013 alle Ferkelerzeuger überprüft wurden? Wo bleibt der Sachverstand und die Erkenntnis, dass sich Tiere nicht in menschliche Tierschutzvorstellungen pressen lassen ?
Auch wenn Erfahrungen aus dem Ausland nicht zu 100 Prozent auf die heimische Produktionübertragbar sind, lohnt ein Blick ins Ausland , u.a. auch, um zuüberlegen, ob eine übertragbarkeit auf Deutschland wissenschaftlich geprüft werden muss. Denn selbst in Ländern, die als sehr fortschrittlich beim Tierschutz gelten, schwört man immer noch auf die sog. Kastenstände - im Deckzentrum. Aus gutem Grund . Ein Zollstocktierschutz bringt niemandem etwas, weder den Tieren noch der dt. Schweinehaltung.
News vom: 23.08.2016

WTO: das russische Einfuhrverbot für Schweinefleisch aus der EU ist rechtswidrig

Am 19. August hat ein Ausschuss der Welthandelsorganisation (WTO) das russische Einfuhrverbot für lebende Schweine, frisches Schweinefleisch und andere Schweinefleischprodukte aus Sicht der internationalen Handelsvorschriften für rechtswidrig erklärt.
Die Entscheidung betrifft ein Einfuhrverbot Russlands, das Anfang 2014 verhängt wurde, weil in EU-Gebieten nahe der Grenze zu Belarus einige Fälle von Afrikanischer Schweinepest festgestellt worden waren.
Die russische Maßnahme habe keinerlei Grundlage in einschlägigen internationalen Vorschriften und verstöße gegen die Regeln des WTO-übereinkommens zur Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen (SPS-übereinkommen). Ebenso hat der Ausschuss einzelne Einfuhrverbote beanstandet,die Russland für Produkte aus Polen, Litauen und Estland verhängt hat.

Es ist allerdings anzunehmen, dass Russland von seinem Einspruchrecht innerhalb von 60 Tagen Gebrauch machen wird.

Weitere Informationen zu dem bei der WTO unter der Kennnummer DS475 geführten Verfahren können (auf Englisch) auch auf der Website der WTO heruntergeladen werden: https://www.wto.org/english/tratop_e/dispu_e/cases_e/ds475_e.htm

News vom: 22.08.2016

Landesbischof Meister informiert sichüber moderne Tierhaltung

Der Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, hat am 17. August das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) in Echem besucht, um sichüber moderne Rinder- und Schweinehaltung zu informieren. Begleitet wurde er von Landessuperintendent Dieter Rathing, Superintendent Christian Cordes vom Kirchenkreis Bleckede und der Pastorin Ricarda Rabe vom kirchlichen Dienst auf dem Lande.

Anm. d. Red.: Das Verhältnis der Landwirte zu den Kirchen darf man aktuell durchaus als"angespannt"bezeichnen. Nicht nur die kirchliche Unterstützung der Demonstration für eine Agrarwende unter dem Motto" Wir haben es satt "wird von den Landwirten als Affront gegen 99 Prozent der konventionell wirtschaftenden Landwirte eingeordnet; auch die Negierung der Arbeitsteilung durch internationalen Handel wird vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage nach tierischen Lebensmitteln kritisch gesehen.
News vom: 22.08.2016

Vortragsveranstaltung"Fokus Schwein"

Am Donnerstag, den 22. September 2016 laden die BRÖRING Unternehmensgruppe, Boehringer Ingelheim Vetmedica und die Justus-von-Liebig-Schule Vechta von 10.00 - 15.00 Uhr in die Getreidestraße 8 in 49624 Löningen zur Vortragsveranstaltung"Fokus Schwein"ein. Die Vortragsreihe, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum begeht, wird ganz im"Zeichen der Praktiker"stehen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Es wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 15. September 2016 gebeten (Fax: 0 443 970117 oder Tel. 04443 9700).
News vom: 22.08.2016

Regionalverband Südniedersachsen e.V. sucht Projektassistent/in

Für das vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium geförderte Projekt"Auf und Ausbau von"Regionalinitiativen in der Metropolregion Hannover Braunschweig Wolfsburg Göttingen wird vom Regionalen Erzeugerverband Südniedersachsen zum frühestmöglichen Zeitpunkt, idealerweise zum 01.10.2016, ein/e Mitarbeiter/in aus dem Bereich Agrarwesen / Regionalentwicklung / Vermarktung mit Kenntnissen in der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte als Projektassistent/ingesucht. Die zunächst auf 3 Jahre befristete Stelle wird im ersten Jahr in Teilzeit mit 20 Wochenstunden, im 2. Jahr mit 30 Wochenstunden und im 3. Jahr in Vollzeit angeboten.

News vom: 22.08.2016

China Hauptimporteur für Soja

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass China Hauptabnehmer von Sojabohnen bleiben wird. Die Importe sollen sogar von derzeit rd. 83 Millionen Tonen auf rd. 110 Millionen Tonnen im Jahr 2025 steigen. Für die Brasilianer ist das ein lukratives Geschäft. Wer kürzlich auf ARTE den Film" Brasilien Küsten "gesehen hat, konnte verfolgen, dass im Osten Brasiliens Sojabohnen als Vorfrucht zu Reis angebaut werden. Zwei Pflanzen, die die Region reich gemacht haben und daher als das"grüne"und"gelbe"Gold bezeichnet werden.

Rd. 1,3 bis 1,5 % der Welternte werden von Deutschland importiert: 0,8 % als Bohnen für die heimische Ölindustrie und 0,7 % in Form von Sojaextraktionsschrot für die Tierernährung .
News vom: 22.08.2016

Erspart Landwirten"halbgare Vorschläge"

"Landwirtschaft ist ein schwieriges Geschäft", daran erinnert Helmut Schneider in einen Kommentar der"Südwest-Presse". Der Journalist informiert, dass das bäuerliche Einkommen von vielen Faktoren abhängt und i.d.R. schwankt. Die Ernteergebnisse hängen vom Wetter und Ackermanagement gegen Beikräuter und Schädlingen ab. Die Mengen bestimmen i.d.R. den Preis, insbesondere dann, wenn man sich nach dem Willen europaischer Politiker mit Kollegen weltweit messen muss, dabei aber vergisst, dass deren Rahmenbedingungen eine kostengünstigere Produktion gestatten.
Wohlfeile und wirklichkeitsfremde Vorschläge, wie z.B."mehr auf Direktvermarktung oder Bio-Erzeugung", zu setzen, helfen hierbeiüberhaupt nicht weiter. Sie offenbaren nur eines: die Vorschläge kommen meist von Menschen, die ein gesichertes Einkommen haben, noch nie selbstständig gearbeitet haben und die von marktwirtschaftlichen Zwängen und der Landwirtschaft nichts verstehen.

Noch besser auf den Punkt bringt es"Bauer Willi"mit seinem Blog zu verschiedenen Landwirtschaftsthemen. Dort redet er Landwirten und Verbrauchern ins Gewissen, er erklärt landwirtschaftliche Themen und hinterfragt gesellschaftliche und politische Forderungen. Mit dem Ziel eines intensiven Austausches zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Nur im Dialog können wir unsere Landwirtschaft voran bringen. Das beweisen Landwirte Tag für Tag auch auf http://www.frag-den-landwirt.com/ und https://www.facebook.com/fragdenlandwirt/
News vom: 22.08.2016

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