ZDS NEWS

Die Anti-Methan-Pille für Kühe

biotechnologie - Ein deutsches iGEM-Team geht dieses Jahr mit einem Projekt ins Rennen, bei dem sich alles um die Rülpser von Kühen dreht. Ein Rindviech allein stößt nämlich jeden Tag bis zu 500 Liter Methangas aus – und das ist schlecht fürs Klima. Das iGEM-Team aus Braunschweig will das jetzt ändern.

Anm. d. Red.: Ein netter Ansatz, der vor dem Hintergrund amerikanischer Forscher zu bewerten ist. Die fanden nämlich heraus, dass sich der Methangehalt in der Atmosphäre in den letzten Jahrzehnten kaum geändert hat. Für die nördliche Hemisphäre wurde sogar eine leicht reduzierte Methanemission festgestellt. Effektiver als Pillen dürfte eine Produktivitätssteigerung des Weltkuhbestandes auf europäisches Niveau allemal sein - dadurch ließe sich der Weltkuhbestand um fast 80 % reduzieren.
News vom: 22.10.2014

"Analogwurstmachen ist Anbiederung"

Christoph Lövenich, Ressortleiter Online bei NovoArgumente, kritisiert in einem aktuell erschienen Kommentar mit dem Titel"Fleisch: Weltverbesserer mit Veggie-Wurst"die Ankündigung der Wurstfirma Rügenwalder Mühle, künftig ein Drittel seines Umsatzes mit vegetarischer Wurst erzielen zu wollen."Anstatt sein traditionelles Familienunternehmen, seinen wirtschaftlichen Erfolg und seine Produkte gegenüber Modetrends und Kampagnen militanter Veganer selbstbewusst zu vertreten", wähle das Unternehmen"den bequemen Weg des Konformismus", glaubt der Journalist.

Anm. d. Red.: Den Weg, den das Unternehmen beschreiten will, ist nicht ohne Risiko. Schließlich haben schon andere Fleischwarenunternehmen versucht, Produkte für bestimmte Konsumentenschichten attraktiver zu gestalten, in dem den Wurstprodukten Getreide beigefügt wurde. Wie beim Analog-Käse ging der Schuss nach hinten los: nicht nur, dass der Ressourcenverbrauch bei bestimmten Analogprodukten höher als beim Original ist, auch das Gemenge aus Aromen und Zusatzstoffen kommt bei Verbraucherschützern nicht gut weg. Lohnenswert erscheint eine kritische Auseinandersetzung mit den Klischees und falschen Behauptungen , mit denen eine fleischfreie Ernährung beworben wird allemal.
News vom: 22.10.2014

NL: Zunahme von Lawsonien-Infektionen nach Antibiotikareduktion

Die Bemühungen der Niederlande, auch den medizinsch notwendigen therapeutischen Einsatz von Antibiotika in der Schweinehaltung zu reduzieren, soll einen negativen Nebeneffekt haben: die Infektionen der Schweine mit L. intracellularis soll wieder ansteigen.

Lawsonia intracellularis ist der Auslöser der Porcinen Proliferativen Enteritis , auch PPE genannt, eine Durchfallerkrankung, die in Schweinebeständen große Verluste verursachen kann.
News vom: 22.10.2014

Bloßer Verdachtsmangel keine rechtliche Grundlage für verschuldensunabhängige Haftung

DVT - Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) begrüßt die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 22.10.2014, mit der der BGH ein Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) Oldenburg vom Juni 2013 aufhebt. Das Oberlandesgericht hatte entschieden, dass ein Futtermittelunternehmer nach § 24 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches verschuldensunabhängig für Schäden haftet, die Abnehmern seines Futtermittels entstehen. Dies gelte auch dann, wenn lediglich ein Verdacht über die Mangelhaftigkeit des Futters bestehe. Der BGH hat in der heutigen Revisionsverhandlung das Urteil des OLG aufgehoben und den Fall zurückverwiesen. Nunmehr wird dort neu zu verhandeln sein.
News vom: 22.10.2014

"Gülle-Fakten"jetzt im Internet

Gülle hat sich in vielen Regionen Nordrhein-Westfalens zu einem Reizwort entwickelt. Oft werden viele Halbwahrheiten diskutiert. Um sachliche Informationen auf die wichtigsten Fragen besorgter Bürger zu liefern, hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen jetzt eine neue Internetseite zum Thema Gülle erstellt. Unter www.guelle-nrw.de gibt es nicht nur Antworten auf die Frage, was Gülle eigentlich ist, sondern auch, wozu Gülle eigentlich da ist und vor allem, wann sie ausgebracht werden darf. Unter dem Stichwort"Mir stinkt´s"gibt es Ansprechpartner, die Ihnen weiterhelfen, falls Sie der Meinung sind, dass falsch gedüngt wurde.
www.guelle-nrw.de

News vom: 22.10.2014

Brucellose in Freilandhaltung: 900 Schweine werden getötet

Im Landkreis Mecklenburgisch Seenplatte ist bei Hausschweinen auf einem Biobetrieb mit Freilandhaltung Schweinebrucellose amtlich festgestellt worden. Diese bakterielle Infektionskrankheit tritt bei Nutz- und Wildtieren auf. Um die Ausbreitung der Brucellose zu verhindern, musste ein Teil des betroffenen Sauen- und Ferkelbestandes bei Neustrelitz unter amtstierärztlicher Aufsicht getötet werden.

Quelle: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und NDR
News vom: 21.10.2014

"Kein Bock auf Klischee"

RTL zeigt die Landwirtschaft abseits von"Bauer sucht Frau"und räumt einmal gründlich mit Klischees auf. Sehenswert!
Die neue Generation Landwirt: modern, selbstbewusst, gut ausgebildet. RTL extra
News vom: 21.10.2014

Weltweit gibt es 570 Millionen landwirtschaftliche Betriebe

"Weltweit gibt es 570 Millionen landwirtschaftliche Betriebe, davon rund 500 Millionen Familienbetriebe. Von diesen Familienbetrieben bewirtschaften wiederum 475 Mio. weniger als zwei Hektar Land, 410 Millionen Höfe sogar weniger als einen Hektar. In wohlhabenden Ländern werden die Familienbetriebe größer, in den armen Ländern immer kleiner,"darauf weist der Statistiker Georg Keckl in seiner DLZ-Kolumne"klargelegt" hin. So klein, dass das Land seine Besitzer nicht mehr ernähren kann.
Der Agraringenieur glaubt sogar, das kirchliche Hilfswerke diese Entwicklung aufbrechen könnten, wenn Sie wollten.
News vom: 21.10.2014

Wildschweinetransporter in Rheinland-Pfalz gestoppt

Beamte der Polizeiautobahnstation Kaiserslautern haben am 15.10. einen aus Südosteuropa stammenden Tiertransport aus dem Verkehr gezogen.
Die Transporteinheit bestand aus einem Lkw und einem Anhänger, beladen mit 190 Wildschweinen.
News vom: 19.10.2014

EU-Schweineproduktion wird 2015 bei niedrigeren Preisen leicht wachsen

ami - Die Wirtschaftlichkeit der Schweinemast und der Ferkelerzeugung in der EU könnte auch im kommenden Jahr bedroht sein: Die Erzeugung steigt, aufgrund des russischen Importstopps fehlt jedoch ein wichtiger Absatzkanal. Dies kann durch Lieferungen in andere Länder nicht ausgeglichen werden. Das Preisniveau dürfte daher in 2015 ähnlich niedrig sein wie aktuell, falls das Embargo andauert.
News vom: 18.10.2014

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